DRÖSCHLER GMBH ÜBERNIMMT AUTOTEILE SCHUCK

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„Mein Lebenswerk wird aufrecht erhalten“, freut sich Willy Schuck, langjähriger Inhaber der Firma Autoteile Schuck aus Wonfurt. Die wird es in ihrer jetzigen Form aber nicht mehr geben, denn künftig wird der Schriftzug „Dröschler“ über dem Eingang des Betriebes stehen. Neuer Besitzer des Unternehmens ist Matthias Dröschler.

„Mein Lebenswerk wird aufrecht erhalten“, freut sich Willy Schuck, langjähriger Inhaber der Firma Autoteile Schuck aus Wonfurt. Die wird es in ihrer jetzigen Form aber nicht mehr geben, denn künftig wird der Schriftzug „Dröschler“ über dem Eingang des Betriebes stehen. Neuer Besitzer des Unternehmens ist Matthias Dröschler.


Rund 50 Jahre war Willy Schuck das „Gesicht“ seiner Firma, die er einst als Schrotthandlung von seinem Vater übernommen und im Lauf der Jahre immer weiter vergrößert und ausgebaut hatte. Er übergibt seinem Nachfolger ein bestelltes Feld mit den vier Geschäftsbereichen Gebrauchtteile-Verkauf, Neueteile-Verkauf, Auto-Verwertung und Vergölst-Reifenservice.


Mit Matthias Dröschler konnte Schuck einen Nachfolger gewinnen, der das Gewerbe von „der Pike auf“ gelernt hat und bereits seit Jahren in der Automobilbranche erfolgreich tätig ist – wenngleich in einem anderen Geschäftsfeld. Der 42-Jährige aus Jena erlernte zunächst das Handwerk des Kfz-Mechanikers und bildete sich zum Meister fort. Darauf aufbauend, absolvierte er ein Studium der Betriebswirtschaft. Auch er entstammt einem Familienbetrieb, den sein Vater im Jahr 1978 in der thüringischen Universitätsstadt gegründet hatte. Die Schwerpunkte der Mechanikerwerkstatt lagen zunächst auf Schlüsseldienst und Metallverarbeitung. Im Jahr 1985 unternahm Rudolf Dröschler die ersten Schritte in die Automobilbranche, er nahm Hebebühnen der Marke „Lunzenau“ in sein Programm auf und wurde Servicebetrieb für diese Marke. Fünf Jahre später, also 1990, wurde das Portfolio auf komplette Werkstattausrüstung erweitert, so konnte die Mechanikerwerkstatt Dröschler Vollservice von Lieferung, Montage und Kundendienst aus einer Hand bieten.


Das 1991 zur „Dröschler Werkstattausrüstung GmbH“ gewordene Unternehmen vergrößerte sich im Jahr 2003 durch die Übernahme von Geschäftsräumen und Personal der Firma Betz Werkstatthelfer in Zwickau und war nunmehr außer in Thüringen auch in Sachsen und Sachsen-Anhalt ein geschätzter Partner im Autoteile- und Werkzeughandel sowie im Vertrieb und in der Vermietung von Pkw-Anhängern. Firmengründer Rudolf Dröschler übergab seine Firma im Jahr 2007 an seinen Sohn Matthias, der ein Jahr später den Geschäftsbereich Schlüsseldienst an seinen Bruder Gerhard Dröschler übergab und sich verstärkt der Automobilsparte widmete. Durch die Übernahme des Jenaer Teilehändlers BE-Car im Jahr 2009 und dem in diesem Jahr erfolgten Beitritt zum AETV-Einkaufsverband wurde der Service in Sachen Verschleiß- und Zubehörteile weiter optimiert, vor vier Jahren kam noch der Richtsatzverleih hinzu. Mittlerweile hat die Firma in Jena und Zwickau rund 30 Mitarbeiter.


Zu diesen kommen noch auch die Mitarbeiter von Autoteile Schuck aus Wonfurt dazu – sie werden übernommen, kündigte Matthias Dröschler an. Das gefällt natürlich auch Willy Schuck, der sich mit nunmehr 64 Jahren dazu entschlossen hat, sein Lebenswerk in andere Hände zu legen. „Mir war wichtig, dass ich einen seriösen Nachfolger finde“, macht er deutlich, dass er Wert darauf legte, seinen Familienbetrieb in eine erfreuliche Zukunft zu lenken. „Ich möchte mich auf diesem Wege auch bei meinen langjährigen Kunden und Geschäftspartnern für die Zusammenarbeit mit Autoteile Schuck bedanken. Und ich hoffe, dass sie alle das bisherige Vertrauen auch künftig der Firma Dröschler entgegenbringen“.


Alles auf den Kopf stellen, das plant Matthias Dröschler auch gar nicht. Er sieht die Übernahme von Autoteile Schuck als ein drittes Standbein seines Unternehmens. Ein gesunder Mix aus der Weiterführung des bestehenden Geschäfts und neuen Investitionen soll es auf dem rund 25 000 Quadratmeter umfassenden Gelände in Wonfurt werden. Als ersten Schritt sieht Matthias Dröschler den Ausbau des Neuteile-Bereichs an. Hier soll der Lagerbestand erhöht werden – sein Ziel ist es, Verschleißteile wie Bremsen, Filter, Wischer etc. für „die 100 gängigsten Fahrzeuge“ sofort parat zu haben. Im Internet-Geschäft sieht Dröschler ebenfalls großes Potenzial. Ein neuer Webauftritt ist geplant, auf dem die unzähligen Gebrauchtteile Käufer in ganz Deutschland finden können. Schließlich schlummern in den großen Lagerflächen etliche unter Oldtimerfreunden sehr gefragte Raritäten, die teilweise in bestem Zustand sind. Das Projekt ins Rollen zu bringen, sieht Matthias Dröschler als eine große Herausforderung. Er wird sich diesbezüglich auch auf Personalsuche begeben, schon jetzt seien ihm Initiativbewerbungen von Kfz-Mechatronikern mit Verkaufsambitionen sehr willkommen. Kurzfristig steht erst einmal das Reifengeschäft im Fokus – mit Vergölst hat man da einen starken Partner an der Seite.


Eine weitere Neuerung wird in Wonfurt Einzug halten: Die Werkstattausrüstung. Matthias Dröschler möchte seinen aus Jena und Zwickau stammenden Hauptgeschäftszweig vom Landkreis Haßberge ausgehend auch im fränkischen und bayerischen Raum etablieren. Die Dröschler Werkstattausrüstung GmbH hat unter anderem Hebebühnen, Servicegeräte, Reifentechnik und vieles mehr im Angebot.


Die Öffnungszeiten bleiben – ebenso wie alle Kontaktmöglichkeiten wie Telefon oder E-Mail - gleich, mittelfristig ist geplant, den Samstag wieder als regelmäßigen Öffnungstag zu etablieren. Neben dem bisherigen Team von Autoteile Schuck steht Christian Sauer als Ansprechpartner bereit. In seiner Eigenschaft als Betriebsleiter führt er in Namen von Inhaber Matthias Dröschler die Geschäfte vor Ort. Der 31-jährige Betriebswirt aus Stockheim (Landkreis Rhön-Grabfeld) kommt ebenfalls aus der Automobilbranche, vor seinem Studium schloss er eine Lehre zum Kfz-Mechatroniker ab und bildete sich danach zum Kfz-Meister weiter. Sein Wissen und seine Erfahrung wird er künftig auch im Sinne des Unternehmens und insbesondere der Kunden in Wonfurt einsetzen.